
🌿 Über mich – Sandra Vesper
Mein Name ist Sandra Vesper. Ich bin Diplom-Sozialarbeiterin, Diplom-Sozialpädagogin, Fachberaterin für Pflegefamilien bei der Perspektive Individuelle Erziehungshilfen GmbH in Dorsten, FASD-Fachkraft, Traumapädagogin und Traumafachberaterin, Mitglied im Bundesverband FASD und für unsere Einrichtung bei FASD Deutschland e. V. Darüber hinaus bin ich Bündnispartnerin des FASD-Kompetenzzentrums Ostwestfalen-Lippe und dort auch ehrenamtlich als Referentin tätig.
Außerdem bin ich selbst Mutter eines leiblichen Sohnes und eines Bonussohnes – und das Herz und Gesicht hinter Zauberwaldgehirne.
Seit über 30 Jahren begleite ich Kinder mit frühkindlichen Belastungen, Traumatisierungen und besonderen neurologischen Voraussetzungen – darunter FASD, AD(H)S, Autismus oder Hochsensibilität. Mein fachlicher Schwerpunkt liegt auf Neurodivergenz, insbesondere FASD und Trauma.
Aus meiner langjährigen Arbeit weiß ich: Kinder brauchen nicht in erster Linie Erwachsene, die ihr Verhalten verändern wollen. Sie brauchen Erwachsene, die bereit sind, nach dem guten Grund hinter ihrem Verhalten zu suchen.
Wissen, Beziehung und Verständnis können dabei einen entscheidenden Unterschied machen. Frühkindliche Bindungserfahrungen und sichere Beziehungen bilden ein wichtiges Fundament für Entwicklung. Gerade Kinder, die bereits früh Belastendes erlebt haben oder deren Gehirn Informationen anders verarbeitet, brauchen Erwachsene, die ihre Signale verstehen – besonders dann, wenn Worte fehlen.
Viele dieser Kinder tragen unsichtbare Rucksäcke. Ihre Reaktionen wirken manchmal auffällig, ihre Entwicklung verläuft anders oder ihre Fähigkeiten scheinen von einem Moment auf den anderen nicht mehr verfügbar zu sein. Doch Verhalten entsteht nicht im luftleeren Raum. Es hat einen Grund.
Zauberwaldgehirne gibt es seit Juli 2025. Entstanden ist die Idee aus meiner täglichen Arbeit – und aus einer Frage, die mich dabei immer wieder beschäftigt:
Warum erwarten wir so oft, dass sich das Kind verändern muss?
Gerade bei FASD wird besonders deutlich, warum ein Perspektivwechsel notwendig ist. Pränatale Alkoholexposition kann zu irreversiblen hirnorganischen Schädigungen führen und damit die Möglichkeiten eines Kindes nachhaltig verändern. Ein Kind kann deshalb nicht immer das leisten, erinnern, übertragen oder steuern, was wir in diesem Moment von ihm erwarten.
Verhalten ist eine Folge – keine Absicht.
Genau deshalb möchte ich mit Zauberwaldgehirne nicht nur Kinder erreichen, sondern vor allem auch Eltern und Pflegeeltern, Lehrer:innen, Schulsozialarbeiter:innen, Erzieher:innen und andere Bezugspersonen.
Denn häufig müssen nicht die Kinder etwas anders machen – sondern wir Erwachsenen: Erwartungen verändern, anders kommunizieren, Anforderungen anpassen, die Umgebung passender gestalten und immer wieder auch die eigene Haltung hinterfragen.
Diese Haltung prägt nicht nur meine tägliche Arbeit mit Pflegefamilien und Zauberwaldgehirne, sondern auch meine ehrenamtliche Tätigkeit als Referentin für das FASD-Kompetenzzentrum Ostwestfalen-Lippe. Wissen über FASD, Trauma und Neurodivergenz weiterzugeben und damit zu mehr Verständnis im Alltag beizutragen, ist für mich ein wichtiger Teil meiner Arbeit.
Während meiner Ausbildung zur Traumapädagogin und Traumafachberaterin bei der Freymut Academy und mit dem Zuspruch meiner Chefin entstand schließlich der Mut, Zauberwaldgehirne neben meinem Vollzeitjob aufzubauen.
Zuerst kam Oni – dein Superheldenfreund.
Dann folgten die Wächterdrachen Furyo, Venturo, Kryo & Fawn, die die Traumareaktionen Fight, Flight, Freeze & Fawn für Kinder sichtbar und begreifbar machen.
Und schließlich kam Yokai, unser ziemlich wibbeliger Kribbelkobold, dazu.
Besonders wichtig ist mir dabei: Die Materialien entstehen nicht nur an meinem Schreibtisch.
Kinder und Familien, die ich begleite, bringen Ideen ein, probieren Materialien aus und geben ehrliche Rückmeldungen. Denn für mich gilt: Wenn etwas im echten Leben nicht hilft, ist es noch nicht fertig.
So verbindet Zauberwaldgehirne Fachwissen, langjährige Praxiserfahrung und die Erfahrungen von Kindern und Familien – mit dem Ziel, Verhalten verständlicher zu machen und Kindern ein Umfeld zu schaffen, das ihre individuellen Möglichkeiten berücksichtigt.
Jedes Verhalten hat einen guten Grund.
Verstehen verändert alles.
📣 Wissen weitergeben – Haltung verändern
Neben den Materialien von Zauberwaldgehirne biete ich Schulungen, Fortbildungen und Vorträge rund um FASD und Trauma an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf frühkindlich verletzten psychischen Grundbedürfnissen, Regulation und der Frage, was herausforderndes Verhalten eigentlich über die innere Situation eines Kindes erzählt.
Gerne komme ich in Ihre Einrichtung, um Fachwissen verständlich und alltagstauglich zu vermitteln – praxisnah, traumasensibel und immer mit dem Blick auf das Kind und den guten Grund hinter seinem Verhalten.
Dabei geht es mir nicht nur darum, Wissen weiterzugeben. Ich möchte dazu beitragen, Haltung zu verändern: weg von der Frage „Warum macht das Kind das?“ hin zu „Was braucht dieses Kind, damit es ihm gelingen kann?“
Ich wünsche mir eine Welt, in der Kinder mit besonderen Bedürfnissen nicht an Erwartungen und Strukturen scheitern müssen, die ihren Möglichkeiten nicht entsprechen, sondern Erwachsene und Rahmenbedingungen vorfinden, die sie verstehen, schützen und Entwicklung ermöglichen.
Dafür setze ich mich ein – mit Fachwissen, Praxiserfahrung, Herz und ganz viel Zuversicht. 💛
Und weil Zauberwaldgehirne neben einem Vollzeitjob nicht ganz allein wachsen kann, gehört an dieser Stelle auch ein ganz persönliches Dankeschön dazu:
Danke an meinen tollen Ehemann, der mir den Rücken freihält, meine manchmal ziemlich vielen Ideen mit viel Verständnis, Ruhe und Humor begleitet und an meiner Seite steht. Und natürlich an unsere Söhne, die so manche Idee als Erste kennenlernen, ausprobieren und dabei gelegentlich auch als meine ganz persönlichen „Versuchskaninchen“ herhalten müssen. 😉
Sandra Vesper| Zauberwaldgehirne
